Der traditionelle Kräuterkundige weiß:

Eine Pflanze ist mehr als nur die Summe der toten Stoffe, die sie enthält. Er sieht die Pflanze als ein Lebewesen, das sich als recht intelligente Art und Weise jene Stoffe auswählt, welche sie zur Aufrechterhaltung ihres Lebens braucht. Er erlebt die Pflanze als Persönlichkeit, ein Wesen mit langer Geschichte hier auf Erden. Er redet und kommuniziert mit ihr, denn er empfindet, dass sie nicht nur einen Leib hat, sondern auch so etwas wie einen Geist und eine Seele, nur dass diese sich ganz anders ausdrücken als beim Menschen. Der Pflanzenfreund vermag kaum jede einzelne Pflanzenpersönlichkeit kennen zu lernen und sich mit ihr zu befreunden. Bei den Menschen ist es auch nicht möglich, mit jedem einzelnen in der Stadt, ja nicht einmal in der Nachbarschaft per du zu sein. Aber man hat seine Freunde, die man gut kennt und auf die man sich verlassen kann. In Frage kommen da nur eine Hand voll. Das sind, wie die Indianer sagen würden, unsere pflanzlichen Verbündeten...

Auch Maria Treben vertritt die Anschauung, dass man nur eine Hand voll braucht -

sieben oder acht genügen, um sämtliche Leiden heilen zu können. Wesentlich aber ist, dass man diese Pflanzen durch und durch kennt und liebt, man muss sie als Persönlichkeiten begreifen können:

Dann werden sie regelrechte Wunder vollbringen.

 

Aus dem Buch

Heilkräuter und Zauberpflanzen

zwischen Haustür und Gartentor

von Wolf-Dieter Storl


Mit gepressten Blüten

verziehren wir manchmal unsere Salben-Tiegeln

 - hier wissen die Kinder natürlich sofort, dass es die Gänseblümchen-Salbe ist.


Gänseblümchen-Salbe

ist von Kindern besonders gut verträglich!

(außer Korbblütler-Allergikern: bei Unsicherheit die Salbe über Nacht in der Armbeuge testen)

 

Rezept:

eine kleine Handvoll Gänseblümchen leicht angetrocknet

100 ml Bio Gänseblümchen Öl (für Kinder ev. in Mandelöl?)

10 g Bienenwachs

 

Die Gänseblümchen in ein verschließbares Glas geben und mit dem (Mandel-, aber auch Mohn, Raps, Sonnenblumen, Hanf, Mariendistel, .... ) Bio-Öl übergießen, bis diese bedeckt sind.

Nun 4 Wochen an einen hellen Ort stellen (nicht in die Sonne) und täglich durchschütteln.

Durch ein Tuch abseihen, das Tuch mit den Blüten ausdrücken.

Das Öl in einem feuerfesten Glas mit dem Bienenwachs im Wasserbad erwärmen und ständig (nach rechts rum) rühren, bis sich das Bienenwachs vollständig aufgelöst hat.

Vorsichtig in die hergerichteten Salben-Tigeln leeren und noch offen fest werden lassen.

Die Etiketten können die Kinder je nach Alter beschriften.

 

Sie wirkt gegen:
-Neurodermitis
-Ekzeme
-Schuppenflechte
-Prellungen
-Blaue Flecken
Auch bei der Wundheilung ist sie super einzusetzen.

 

 

Viele weitere Infos rund um Kräuter, deren Anwendung, Wirkung und Verarbeitung findest du hier

 

Zubehör zum Salben-Machen findest du hier oder hier oder hier oder hier... oder da und dort, da gibt's mittlerweile schon viele Anbieter, wie ich bei der Internet-Suche feststelle...


Kräuter-Trockner

Ich hab mit meinen Mädls Kräuter-Trockner gebastelt:

Jede hat einen alten, nicht ganz zu großen Bilderrahmen auf der Vorderseite bemalt und beklebt.

Nach dem die Verzierungen getrocknet waren, haben wir ihn dann mit Baumwoll-Gaze bespannt.

(Baumwoll-Gaze ist jetzt nicht unbedingt die beste Variante für Kinder, weil das Gewebe schnell rissig wird und ausfranst, aber ich hatte noch Reste. Dieser Leinenstoff würde sich vielleicht besser eignen, ist mir aber zu teuer... Fliegengitter ist mir zu "künstlich" - aber das soll jeder für sich entscheiden, es gibt bestimmt noch weitere Möglichkeiten, ihr könnt gerne Empfehlungen abgeben)

Die Baumgwollgaze haben wir gemeinsam auf den Rahmen getackert. Hier ist ein bisschen zurechtziehen erforderlich. Den überstehenden Stoff haben die Mädls dann selber fein säuberlich abgeschnitten.

 

Und natürlich haben wir uns gleich nachmittags mit unseren Kräuter-Körbchen auf den Weg gemacht...

Mit Dankbarkeit haben wir unsere Kräuter-Trockner heute eingeweiht.

Und die Mädls sind ganz stolz auf ihren eigenen Trocken-Rahmen!

Vor dem Schlafengehen noch ein letztes vorsichtiges zurechtlegen der Huflattich-Blütenköpfe :-)


Spitzwegerich-Kuchen

2 große Handvoll junge Spitzwegerich-Blätter

4 Eier

160 g Butter

200 g Zucker

1/2 P. Vanillezucker

500 ml Milch

300 g Mehl

3 TL Backpulver

Schale und Saft von 1 Zitrone

 

Die Gugelhupfform (21 cm Durchmesser) mit weicher Butter einfetten und mit Mehl bestäuben.

Die sehr fein geschnittenen Spitzwegerichblätter in einem kleinen Topf mit wenig Wasser 2-3 Minuten weich kochen. Den Spitzwegerichbrei durch ein Teesieb abgießen (ergibt ca. 3-4 EL Pflanzenmasse).

Eier, sehr weiche Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Die lauwarme Milch beigeben. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und ebenfalls dazugeben. Den Teig in 2 Portionen teilen, eine davon in die Gugelhupfform füllen. Unter die andere Teighälfte die Spitzwegerichmasse, die abgeriebene Zitronenschale und den Zitronensaft rühren und ebenfalls in die Form füllen. Eine Gabel durch die beiden Teigmassen ziehen, sodass ein Marmormuster entsteht.

 

Die Gugelhupfform in einen Pfadfinderkochtopf stellen - dieser sollte 30 cm Durchmesser haben und am Boden mit einer 2 cm dicken Sandschicht bestreut sein. Den Topf mit geschlossenem Deckel in die Glut des Feuers stellen. Den Kuchen darin etwa 40 Minuten backen. Stäbchenprobe machen. Den Topf aus dem Feuer nehmen. Die Kuchenform herausnehmen und auskühlen lassen.

 

Für die Glasur:

6 EL Staubzucker (Puderzucker)

Saft von 1/2 Zitrone

 

Zitronensaft mit Staubzucker vermischen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Den fertigen Kuchen damit bepinseln.

 

Gutes Gelingen!

 

Aus dem Buch Kinderwerkstatt Wildpflanzenküche

 

wir sind wieder den ganzen Tag draußen unterwegs... besuchen die Kaulquappen und beobachten ihre Entwicklung... und arrangieren der Frosch-Mama eine angemessene Ruhestätte :-(

kosten frische Birkenblätter, tanzen um den grooooßen Maibaum am Marktplatz, ringeln Löwenzahn-Stängel ein, die Kinder sind lange damit beschäftigt... ich freue mich über die gelb-gepunktete Wiese (bei uns blüht der Löwenzahn erst seit ein paar Tagen auf den Wiesen) und genieße die Aussicht auf die blühenden Obstbäume. Unsere Küken bekommen mehr als genug Liebe von den Mädls ;-)


Mai-bäumchen

Da sind wir wieder!

Anna hat die schon länger geplante Ohren-OP seit vergangenen Montag hinter sich und nun sehr gut verarbeitet. (und ich auch, es war meine nervöseste Stunde seit ich Mutter bin...)

Nach dem dritten "schwerhörigen" Winter - anfangs mit allen möglichen Hausmitteln und alternativen Heilmethoden, dann mit ärztlicher Unterstützung  - haben wir dann mit Anna gemeinsam beschlossen, noch vor Schuleintritt dieses Problem auf diesem operativen Weg zu lösen. Auch psychisch haben wir in der Vergangenheit vieles aufgearbeitet.

Die letzten Tage verbrachten wir also ruhig, mehr drinnen und mit Gesellschaftsspielen, Büchern, Stricklieseln und Kuscheln.

 

Nichts desto trotz...

 

Wir haben gestern unseren ersten eigenen Maibaum gebunden und in unserem Garten aufgestellt.

Nach einer kleinen Blumen-Sammel-Runde und gemeinsames Kranzerl-Binden und Schmücken haben wir lustig um unseren Maibaum getanzt, uns selber mit ganz weit hochgestreckten Armen wie ein Maibaum gefühlt und uns mit dem Himmel, der Sonne, dem bevorstehenden Sommer verbunden.

 

Wenn du mehr über Beltane, die Walpurgisnacht und andere keltische Bräuche wissen möchtest, leite ich dich hier hin, oder auf Heidi's Seite.

 

Ein nettes Lied - für einen Maibaum-Tanz findet ihr hier

ein lustiges Hexen-Lied und Spiel findet ihr hier

 

Dazu dürfen natürlich ein Zaubertrunk, ein grüner Spitzwegerich-Kuchen, ein Lager-Feuer,

Blumenkränze als Kopfschmuck, bunte Tücher zum Verkleiden, Musikinstrumente, Räucherwerk und Opfergaben für die Naturwesen nicht fehlen.

Das Feuer könnt ihr nutzen, um einen Wunsch auf einen Zettel zu schreiben, der fruchtbar sein soll und wachsen soll, auf das er bald erfüllt wird... werft den Zettel dann ins Feuer.
Ihr könnt auch eine Handvoll Samen oder Maiskörner mitnehmen und jeder sagt etwas, was er sich und den anderen wünscht und wirft den Samen ins Feuer.
Die Samen könnt ihr auch in der Erde vergraben und um Fruchtbarkeit für euren Wunsch bitten.

Euch fällt bestimmt noch viel mehr ein...

 

Am 4. Mai 2015 ist Vollmond - ein guter Zeitpunkt für euer Beltane- oder Walpurgis-Fest :-)


Schnee ade...

Was für ein herrlicher Frühlingstag!

Der Oster-Schnee ist tagsüber weggeschmolzen, es war kurzärmelig warm.

Wir waren den ganzen Tag draußen und haben die warme Sonne genossen, in uns eingesaugt!

Schon am morgen räumte ich die vorgezogenen Tomaten-, Zucchini- und Salatpflänzchen auf die Terrasse :-)

Der kurze Waldbesuch am späten Nachmittag war das I-Tüpfelchen des heutigen Tages.

Am Weg dorthin begrüßten wir die kleinen Schafgarben-Blätterchen und die neuen Spitzwegerich-Spitzen.

Je eine Schüsselblume und ein -Blatt legten die Kinder säuberlich in die neuen Kräuterpressen.


Anders als

geplant war die Ferienwoche. Und trotzdem setzen wir vieles um, was wir uns ausgedacht haben:

 

das Bauen der Kräuterpressen hat sich über die ganz Ferienwoche gezogen.

Wir haben geschnitten, geschliffen, gebohrt, geschraubt, gemalt, geschnitten, geschnitten und geschnitten ;-)

Das Schöne an dem Projekt war, dass wir wirklich alle daran beteiligt waren. Und wir alle gemeinsam gewerkelt haben!



anders als geplant deshalb...

weiße Ostern, viel Schnee, und "nur" Kräuter aus dem Topf...

 

Aus unserer Gründonnerstags-Suppe wurden Grünkernlaibchen mit (Küchen)Kräutersoße und Natur-Reis ;-)

 

Bis auf das April-Wetter waren's wirklich sehr gemütliche Tage.

Und wie ich immer mehr feststelle - ich mag Ostern wirklich sehr sehr gerne! Trotz Schnee...

Aber für nächstes Jahr wünsche ich mir doch wieder grüne Ostern!

 


Oster-Kuchen

zu Ostern gibt's bei uns wieder schön verzierten Karotten-Kuchen


9 Kräuter Suppe

Am Gründonnerstag gibt's bei uns wieder die 9 Kräuter Suppe oder auch genannt Gründonnerstagssuppe.

Natürlich sammeln wir die Kräuter selber und ich staune immer wieder, wie gut sich die Mädls die Pflanzen schon eingeprägt haben. Wenn wir nicht alles finden, ersetzen wir diese einfach durch andere essbare Frühlingskräuter. Ein paar Gänseblümchenblüten zur Teller-Dekoration müssen auch mit.


Rezept:

(1) Brennnessel

(2) Vogelmiere

(3) Bärlauch

(4) junge Löwenzahnblätter

(5) Schafgarbe

(6) Sauerampfer

(7) Spitzwegerich

(8) Giersch

(9) wenig Gundermann                    oder auch andere Kräuter...


eine Zwiebel

zwei mehlige Kartoffeln


Zwiebel anrösten, würfelig geschnittene Kartoffeln dazu, mit Gemüsebrühe aufgießen.

Wenn die Kartoffeln weich sind, die gewaschenen Kräuter in die Suppe tauchen, den Topf vom Herd ziehen

und die Suppe fein pürieren.

Jeder rührt noch 3 mal um und wir denken uns spontan einen "Zauberspruch" aus

oder sagen Danke an Mutter Natur.


In den Ostara-Ferien

werden wir hoffen, das die Sonne jeden Tag scheint :-)

aber bei Regenwetter zB

**Blumenpressen basteln, nach ca. dieser Anleitung

**anfangen, ein Kinder-Herbarium anzulegen und nicht darauf vergessen zu probieren,

die Pflanzen mit Eiweiß reinzukleben

 

weitere Ideen findet ihr hier, schönes hier, Bilder hier

 

fixe Rituale:

Eier färben

9-Kräuter-Suppe (Rezept siehe weiter unten)

mit Germteig backen

Osterfeuer

Nesterl-Suchen

selbstgebackenen Karottenkuchen verzieren und mit den Lieben essen

 


Ideen für das Kräuter-Kinder-Osternesterl

**Bestimmungsbuch: Was blüht denn da

**kleiner Mörser

**Bio-(Ringelblumen)-Saatgut

**Blumenpresse

**Wildkräuter Memory-Spiel kaufen, Downloaden oder Selbermachen

**Wiegemesser, Keramikmesser, Schnitzmesser

**Kräuter-Kinder-Bücher (Hexe Linda lernt zaubern, Camomilla Eibisch, Blumenkinder in der Wiese)

**kleiner Kräuter-Kinder-Koffer gefüllt mit Equipment zum Salbenmachen

wie zB kleines Braunglas-Flascherl mit Öl zum Ansetzen, leerer Salbentiegel, kleines Email-Geschirr, Kochlöffel,

leere Lippenpflegestift-Hülse, kl. leeres Marmeladeglas, kl. Honigglas, kl. Mörser,

Etiketten zum Beschriften + Stift, Rezepte für zB Schlüsselblumengelee, Gänseblümchensalbe,...

**Waldrucksack mit Becherlupe, Schnitzmesser, wasserdichte Sitzunterlage, Sammeltascherl

**Osternest im weiterverwendbaren Kräuter-Körberl


Schlüsselblumen-Honig

Die Schlüsselblume, so kommt's mir vor,

die öffnet dir das Himmelstor.

Streckt im Frühling bald ihr Köpfchen raus,

doch sagt sie: " Grab mich bitte ja nicht aus!"

Nimm von ihr nur die hellen (nicht die dotter-) gelben Blüten in den Mund.

Sie hängen zusammen wir an einem Schlüsselbund.

Die Blume öffnet dir eine neue Welt,

die beruhigt und das Gemüt erhellt.

Die weichen Blätter sind längliche Lanzetten,

steh'n im Kreis zusammen und nennen sich Rosetten.

Fünf Blütenblätter stecken ihre Füß'

in einen grünen Kelch und schmecken himmlich süß!

Pflück die Blume ganz bescheiden,

das mag sie besonders leiden.

 

Sammle einfach ein paar Köpfchen und gib sie in ein Honigtöpfchen.

Nimm einen Löffel voll, wenn dich der Husten quält, das hat mir meine Oma so erzählt.

 

Verwende:

nur die gelben Blütenköpfchen

Bienenhonig

 

1. Pflücke vorsichtig ein paar Köpfchen der Schlüsselblume

2. Köpfchen ohne grünen Kelch in ein kleines Glas geben

3. Mit Bienenhonig auffüllen

4. Das Glas gut verschließen

5. Beschrifte das Glas

Mindestens zwei Wochen ziehen lassen

Bei Husten nimm jeden Tag einen Löffel voll Schlüsselblumen-Honig

 

aus dem Buch

Blumenkinder in der Wiese

www.issmichpflanzen.at

(unter "Dowloads" habe ich ein paar Basteltipps und weitere Anregungen entdeckt)


Auf einmal

ist alles da - wie ein Zauber! Wie Sandra auch schon schreibt, alles ist am wachsen, blühen und gedeihen. Das Scharbockskraut blüht schon, der Gundermann rekelt sich über die Steinmauer, der Spitzwegerich streckt seine Fühler der Sonne entgegen. Der Schachtelhalm gräbt seine lustig urigen Stängel aus der Erde heraus, der Löwenzahn zeigt stolz seine gelbe Mähne.

Ich bin überglücklich und sag DANKE für diese Schönheit, mit der wir hier leben dürfen.

wir essen Brennnesselspinat, grillen an der Feuerstelle, machen Soße mit Wildkräutern, verzieren mit Gänseblümchen und Brennnesselsamen (die bei mir auch sonst überall mit reinkommen) und schließen Freundschaften mit unzähligen Regenwürmern in unserem zukünftigen Bauerngarten :-)

der Tag ist gerade viel zu kurz...


Bärlauch-Rezept

Heute gleich am Morgen fuhr ich mit Mona in den Wald um Bärlauch zu holen.

Diesmal in einen anderen Wald, wir wussten schon vom letzten Jahr, dass wir hier Bärlauch finden werden.

 

Gerne stelle ich euch weiter unten ein gutes Rezept ein. Hirselaibchen mit Bärlauch, kindertauglich :-)

 

Dazu gab es - für heuer die erste - Wildkräuter-Soße :-)) die Pflanzerl sind hier noch ganz klein und fein.

Spitzwegerich-, Löwenzahn-, ein winziges Girsch-Blatt und natürlich Bärlauch kamen in die Tunke.

Die Gänseblümchen hat Mona gleich draußen aufgegessen :-)

 

Beim zerkleinern der Kräuter hatte ich auch eine fleißige Helferin.

Ach ja, und vorher wurden ja die Kräuter in der Salatschleuder wieder rumgedreht.

Das macht immer wieder Spaß.

 

Sie kurbelte und kurbelte, und wiegte und wiegte...

und es schmeckte :-)

Unsere neuen Blumenkindern

wenn morgen das Wetter nicht ein bisschen besser wird,

werde ich meinen Mädls ein kurzes Puppenspiel anbieten:


"Es war gerade noch Winter und Väterchen Frost zog durch die Nächte.

Aber am Tag kitzelt manchmal schon die Sonne an die Nasenspitze.

Tief hinunter reichen jetzt ihre warmen Strahlen, dorthin, wo in der Winterzeit all die Wurzeln, Blumen und Käfer schlafen... Sie alle weckt der Sonnenschein, und Mutter Erde hat viel zu tun mit ihrer ganzen Schar sich räkelnder Wurzelkinder. Überall regt es sich in den Wurzeln, damit oben, über der Erde, die Knospen immer dicker wachsen können. Alles bereitet sich darauf vor: Ganz bald nun will es Frühling werden auf der Erde. Hier und dort hört man auch schon wieder einen Vogel zwitschern. Jetzt weiß Mutter Erde, dass es an der Zeit ist, die Wurzelkinder zu wecken: "All meine Wurzelkinder, wacht auf, wacht auf! Es wird Zeit für euch. Der Frühling kommt schon bald. Sie recken sich und strecken sich und reiben ihre müden Augen.

Rasch machen sie sich daran, ihr buntes Frühlingskleid zu nähen. Die Arbeit geht ihnen gut von der Hand, denn sie sind ja schon geübt vom letzten Jahr. Jedes Wurzelkind zeigt sein Kleidchen der guten Mutter Erde. "Das habt ihr aber schön gemacht". Und als es endlich Frühling wird, ziehen die Käfer, Blumen und Gräser fröhlich in die Welt hinein. Bald sieht man auf der Wiese den Löwenzahn und das Veilchen erblühen. Im Wald unter den Bäumen hat sich der Bärlauch versteckt, das Lungenkraut und die Schlüsselblumen. Die Schmetterlinge fliegen von Blüte zu Blüte und freuen sich über die warme Sonne. Wenn es still wird, hört man den Kuckuck rufen: Kuckuck, Kuckuck!


Kuckuck, Kuckuck, ruft's aus dem Wald.
Lasset uns singen, tanzen und springen!
Frühling, Frühling wird es schon bald.

Kuckuck, Kuckuck lässt nicht sein Schrein:
Kommt in die Felder, Wiesen und Wälder!
Frühling, Frühling, stelle dich ein!

Kuckuck, Kuckuck, trefflicher Held!
Was du gesungen, ist dir gelungen:
Winter, Winter räumet das Feld.


Brennnessel-Schnitzerl

sind goldbraun gebackene Laibchen, die meine Kinder wirklich lieben!

 

Viel Spaß beim Nachkochen und Genießen!

Download
Brennnessel-Schnitzerl
Rezept
PDF Brennnessel-Schnitzerl.pdf
Adobe Acrobat Dokument 21.3 KB

Hier könnt

ihr sogar die Erde mitessen...

 

eine lustige Idee!


Vorfreude

ist bekanntlich die schönste Freude!

 

Darum leite ich euch hier zum Löwenzahn-Honig-Rezept weiter.

 

Ich verwende nur den gelben Blütenstand und zupfe die gelben Blütenblätter aus dem Blütenkopf. 

(das Grüne macht den Honig bitter)


Der Bär ist los

Was für ein herrlicher Nachmittag!

Die Bilder sprechen schon für sich...

Normalerweise haben wir nur Proviant und kein Spielzeug mit

 - ohne Jause und Trinken gehen wir eigentlich nie in den Wald -

doch heute hab ich so beim Vorbeigehen noch schnell Bruno-Bär in meinem Rucksack gesteckt.

Oma und Opa haben uns den ungefähren Weg zu diesem Bärlauch-Platz beschrieben. Und es war schon spannend, ob wir überhaupt hinfinden. "Woa Mama, da ist's schön grün!" Nachdem wir noch ein wenig abseits Heidi's tolles Bärenspiel ausprobiert haben, gingen wir vorsichtig mit unseren Körberln mitten in das große Bärlauchfeld. Von meiner Mutter kennen wir den Spruch: "Winkel-Wankel welcher Hantel"  - die eine Hand kreist dabei über die andere, bei "Hantel" werden die Hände überkreuzt. So haben die Mädchen diesmal riechend erraten, in welcher Hand etwas versteckt ist.

Beide haben das vorher zerwuzelte Bärlauchblatt gleich richtig errochen ;-)

 

"Schau, das glänzt nur vorne, hinten ist das Blatt matt. Nur diese Blätter dürfen in's Körbchen!"

Und so haben die Mädls jedes gepflückte Bärlauchblatt kontrolliert und eingesammelt.

Der 2 1/2 Jahre alten Mona war das aber schnell zu langweilig und sie stöberte ein wenig in der Gegend herum, während Anna und ich fleißig und gewissenhaft weiterpflückten. Nachdem sich Mona das dritte mal in einer Brombeer-Ranke verheddert hat und gestürzt ist, wir die kleinen Dornen aus ihrer Hand entfernt hatten, ist mir Bruno Bär wieder eingefallen. Liebevoll hat Mona den Bären mit Bärlauch gefüttert. Anna war dann auch irgendwann dahin und hat coole Rindengucker gefunden. Ich konnte noch ein bisschen alleine verweilen :-)

 

Nach dem Jausnen hinterlegten wir für die Waldgeister und Blumenelfen ein Stück vom Proviant uns sangen unser selbst erfundenes Lied vom letzten Erntedankfest und bedanken uns somit, dass wir nehmen durften.

 

Am Nachhauseweg hat Anna zwei liegende Engelwurz gefunden und sie wieder eingegraben :-)

Und ich hab die alte Eiche gefunden, die in Opas Wegbeschreibung vorkam :-)

Bäume-Umarmen gehört schon fest zu unseren Wald-Ausflügen dazu.

 

Bei der Heimfahrt haben wir uns noch frisches Brot besorgt, die restlichen Zutaten wie Topfen, Sauerrahm und so hatte ich zuhause. Wieder da, blieben die Mädls gleich draußen bei Papa im Garten - ich bereitete derweil die Brote zu.

Beiden hat's voll geschmeckt. Anna hat gefragt, ob sie bitte morgen so ein Brot mit in den Kindergarten haben kann - nur ohne dieses große Bärlauchblatt, das sie selber so schön dekoriert hat.

(das hab nämlich ich dann gegessen - hätte mich gewundert ;-)

 

Heidi's Bärenspiel:

jeder sucht sich eine Höhle, ein eigenes Plätzchen, und legt (oder hockt) sich als Bär schlafend und

laut schnarchend hin.

Zwischendurch schnuppert der Bär, ob denn der Frühling schon da ist - aber nein, es ist noch Zeit.

Alle Bären schnarchen wieder laut vor sich hin.

Doch dann - die Bären schnuppern wieder und schnuppert und ja - er ist da! Der Frühling ist da!

Gähnend erwacht der Bär aus seinem Winterschlaf, reckt sich und streckt sich hoch und tief und schüttelt sich und rüttelt sich.

Und was machen die Bären nach dem langen Winterschlaf?

Sie fressen Bärlauch um schnell wieder zu Bärenkräften zu gelangen und ihre Lebensgeister zu wecken.


Und der Bärlauch hilft auch uns. Er reinigt wie bei den Bären den Magen und Darm. 

Einige Kinder mögen vielleicht eine kleine Spitze vom Bärlauch kosten? Die können dann bestimmt ganz laut brüllen und haben auch Bärenkräfte :-)

 


Bärlauch-Öl

können Kinder schon fast ganz alleine ansetzen.

 

Ein genaues Rezept findet ihr hier

 

Meine Kinder lieben die Salatschleuder (die leider noch aus Plastik ist)

Aber mit größeren Kindern gelingt sicher auch die "Urform der Salatschleuder":

  • ein großes Geschirrtuch, stecke den Salat hinein und schleudere ihn im Freien um Dich rum.
    Garantiert plastikfrei, günstig und funktioniert prima.

 


tägliches Schütteln

liebend gerne erledigt auch Klein-Mona das tägliche Schütteln unseres frisch angesetzten Bärlauch-Öles


süße wünsche

"Liebe Mama, ich wünsche dir viele Blumen im Frühling"

 von meiner Tochter Anna - sie begann im Herbst 2015 mit der Schule :-)